Artikel: Spargelzeit in Baden-Württemberg 2026: Anbaugebiete, Wein und Genuss

Spargelzeit in Baden-Württemberg 2026: Anbaugebiete, Wein und Genuss
Mitte März wurden in Baden bereits die ersten Spargelstangen gestochen – so früh wie selten zuvor. Dank milder Temperaturen im Rheingraben startete die Ernte 2026 rund zwei Wochen vor dem üblichen Termin, und schon zu Ostern lag ausreichend frischer Spargel in den Hofläden zwischen Schwetzingen und Bruchsal. Bis zum 24. Juni, dem Johannistag, läuft die Saison noch – genug Zeit also, sich dem Thema Spargel ausgiebig zu widmen.
Baden-Württemberg als Spargelland
Dass Spargel und der Südwesten zusammengehören, zeigt ein Blick in die Geschichte: Bereits 1668 ließ Kurfürst Carl Ludwig von der Pfalz im Schwetzinger Schlossgarten Spargel anpflanzen. Heute gilt Schwetzingen als eine der bekanntesten Spargelstädte Deutschlands, und die Badische Spargelstraße führt auf 136 Kilometern von Schwetzingen über Bruchsal und Karlsruhe bis nach Scherzheim bei Lichtenau. Entlang der Strecke liegt auch Graben-Neudorf, die flächenmäßig größte Spargelbaugemeinde Baden-Württembergs, und Bruchsal mit dem größten Spargelmarkt Europas.
Die sandigen, leichten Böden in der Rheinebene erwärmen sich im Frühjahr schnell und bieten dem Spargel gute Wachstumsbedingungen. Rund 2.200 Hektar stehen in Baden-Württemberg im Ertrag – das entspricht mehr als einem Fünftel der gesamten Freiland-Gemüsefläche im Land. Die Hauptanbaugebiete konzentrieren sich auf den Rhein-Neckar-Kreis, die Region um Karlsruhe und Rastatt sowie Südbaden rund um Freiburg. Auch am Bodensee und in Oberschwaben, etwa bei Tettnang und Ravensburg, wird Spargel kultiviert.
Weißer, grüner, violetter Spargel – die Unterschiede
Wer an Spargel denkt, meint hierzulande meist den weißen. Er wächst unter aufgeschütteten Erddämmen, vollständig lichtgeschützt, und wird gestochen, bevor die Spitze die Oberfläche durchbricht. Sobald die Stange ans Tageslicht gelangt, verfärbt sie sich zunächst violett – eine Variante, die in Frankreich als Delikatesse geschätzt wird, in Deutschland aber eher selten auf den Tisch kommt.
Grüner Spargel dagegen wächst oberirdisch. Durch die Photosynthese bildet er Chlorophyll und damit seine kräftige Farbe. Er muss in der Regel nur am unteren Drittel geschält werden, hat eine kürzere Garzeit und schmeckt etwas kräftiger als sein weißer Verwandter. In den vergangenen Jahren hat grüner Spargel auch in Baden-Württemberg deutlich an Beliebtheit gewonnen. Einige Betriebe haben ihre Anbauflächen entsprechend angepasst – nicht zuletzt, weil die oberirdische Ernte weniger aufwendig ist als das händische Stechen unter dem Damm.
Der passende Wein zum Spargel
Beim Wein zum Spargel gilt eine einfache Faustregel: Der Wein sollte nicht zu kräftig sein und genug Säure mitbringen, um die feinen, leicht bitteren Aromen des Spargels zu ergänzen, ohne sie zu überdecken. Klassische Begleiter sind Silvaner, Weißburgunder und Rivaner – allesamt Rebsorten, die in den deutschen Anbaugebieten an Rhein und Nahe hervorragend gedeihen.
Wer für die heimische Spargeltafel noch den passenden Wein sucht: Im Shop711 gibt es zwei Weinpakete, die speziell auf Spargelgerichte abgestimmt sind. Das 6er-Paket „Der Spargel Hochgenuss" enthält einen trockenen Weißen Burgunder von Kruger-Rumpf an der Nahe – ein Gutswein mit Noten von Mandeln, Orange und Pfirsich, ausgebaut im großen Holzfass. Das 6er-Paket „Der Spargel-Klassiker" setzt auf einen veganen Rivaner „Spur der Steine" aus Rheinhessen, der mit Zitrus, Muskat und einer mineralischen Note unkompliziert zu Spargel in allen Varianten passt. Mehr zum Thema Wein aus Württemberg
Spargel trifft auf Flammkuchen und Pizza
Nicht jeder mag Spargel ausschließlich klassisch mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln. Ein Trend, der in den vergangenen Jahren immer mehr Anhänger gefunden hat: Spargel auf Flammkuchen oder Pizza. Grüner Spargel eignet sich dafür besonders gut – in dünne Scheiben geschnitten, kommt er roh auf den Teig und gart im heißen Ofen in wenigen Minuten mit. Zusammen mit Ziegenkäse, Prosciutto oder gehobeltem Parmesan entsteht so ein leichtes Frühlingsgericht, das sich auch auf dem Kugelgrill zubereiten lässt.
Wer den Boden richtig kross haben möchte, kennt das Problem: Im heimischen Backofen wird der Belag oft schneller fertig als der Teig. Die CeraFlam® Pizzaplatte von Denk Keramik schafft hier Abhilfe. Die Keramikplatte speichert Hitze deutlich stärker als herkömmliche Pizzasteine und gibt sie gleichmäßig an den Teig ab – im Backofen wie auf dem Kugelgrill. Mit 34 cm Durchmesser passt sie in jeden Standardofen, und eine Rezeptbroschüre mit Teigrezept liegt bei.
Spargelzeit in der Stuttgarter Gastronomie
In der Stuttgarter Gastronomie gehört Spargel zwischen April und Juni fest auf die Speisekarten – mal als Vorspeise mit Vinaigrette, mal im Risotto, mal als Hauptgang mit Kalb oder Fisch. Wer den Spargel lieber auswärts genießen möchte, statt selbst den Schäler in die Hand zu nehmen, findet in der Fine Dine Box Stuttgart 2026 eine Auswahl an passenden Adressen. Die Box enthält 12 Restaurant-Gutscheine für ausgewählte Häuser in Stuttgart – vom französisch geprägten Restaurant Fässle über das Cube mit seinem Panoramablick bis zum regionalen Roten Hirschen. Während der Spargelsaison bieten viele dieser Restaurants saisonale Spargelmenüs an.
Tipps für Einkauf und Zubereitung
Frischen Spargel erkennt man an festen, geschlossenen Köpfen und feuchten, nicht holzigen Schnittstellen. Die Stangen sollten beim Aneinanderreiben leicht quietschen. Am besten kauft man direkt beim Erzeuger – entlang der Badischen Spargelstraße und auf den Wochenmärkten der Region ist das Angebot während der Saison groß.
Wer nicht alles sofort verarbeiten kann, wickelt den Spargel ungeschält in ein feuchtes Küchentuch und lagert ihn im Kühlschrank. So hält er sich bis zu vier Tage. Geschälter Spargel sollte dagegen möglichst am selben Tag verarbeitet werden.
Beim Kochen von weißem Spargel reichen je nach Dicke 12 bis 15 Minuten in leicht gesalzenem Wasser mit einem Stück Butter und einer Prise Zucker. Letzterer mildert mögliche Bitterstoffe. Grüner Spargel braucht nur etwa 8 bis 10 Minuten und lässt sich genauso gut braten, grillen oder im Ofen rösten.
Die Saison 2026 läuft noch bis zum 24. Juni. Danach brauchen die Pflanzen ihre Ruhephase, um für das nächste Jahr Kraft zu sammeln. Wer also noch nicht zugeschlagen hat: Die kommenden Wochen sind die richtige Zeit dafür.
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(Text: K. K. - Online Redakteurin / Foto: mahdigermany von Pixabay)


